18. Mai 2012
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Die Faltschachtel
 

Branche

Mittelständisch strukturiert stellen die etwa 170 Unternehmen der deutschen Faltschachtel-Industrie Verkaufsverpackungen zu 58% für die Food-Industrie und zu 42% für die NonFood-Industrie her.
Neben Faltschachteln stellen viele dieser Unternehmen auch andere Erzeugnisse auf der Basis von Papier, Karton und Pappe her, zum Beispiel Displays, Etiketten und Etuis.

Die Deutsche Faltschachtelindustrie hat im Jahr 2010 insgesamt 860.000 Tonnen Faltschachteln mit einem Produktionswert von 1,8 Mrd. € hergestellt.

Das wirtschaftliche Umfeld der Faltschachtelbranche

Da vorrangig Verkaufsverpackungen für Konsumgüter hergestellt werden, ist die Branchenentwicklung unmittelbar vom Kaufverhalten der Konsumenten abhängig. Die wirtschaftliche Entwicklung der Faltschachtelindustrie verläuft entsprechend zyklisch zur Binnenkonjunktur in Deutschland.

Die große Anzahl an Faltschachtelunternehmen in Deutschland belegt die hohe Wettbewerbsintensität auf den Inlandsmärkten. Gleiches gilt für die Auslandsmärkte, auf denen viele der hiesigen Unternehmen ebenfalls aktiv sind. Zunehmende Bedeutung gewinnt die Importkonkurrenz, z.B. aus Osteuropa und Asien.

Die hohen Anforderungen an Faltschachteln hinsichtlich Umweltschonung (Recycling) und Verbraucherschutz (Lebensmittelkontakt) werden von den Unternehmen der Branche kontinuierlich erfüllt und gehören zu den "Verkaufsargumenten" für den Packstoff Karton. Gleichwohl ist die europäische Faltschachtel-Industrie permanenten Regulierungsvorhaben ausgesetzt, was das Agieren auf den Märkten zusehens erschwert.

Holzstapel

Ökologische Vorteile von Verpackungen aus Papier und Karton

Bei der Produktion von Verpackungen aus Papier und Karton spielt der ökologische Leitgedanke der Nachhaltigkeit, die Schonung der natürlichen Ressourcen und der Rohstoffkreislauf des nachwachsenden Basisrohstoffs Holz eine zentrale Rolle.

Bei der Herstellung von sog. Frisch- oder Primärfaserkarton kommt es zum Einsatz von Bruch- und Durchforstungsholz.


Altpapierstapel
In der gesamten Branche (Papier, Karton, Pappe, Wellpappe) beträgt der Altpapiereinsatz zur Herstellung von Recycling-Karton mehr als 95%.
Da die eingesetzten Materialien ein problemloses Recycling ermöglichen, existiert ein nahezu geschlossener Materialkreislauf des Fasermaterials. Diese Kreislaufführung des Rohstoffs Altpapier ist vielen Verbrauchern, die eine Verpackung aus Karton nur einmal benutzen, nicht bewußt. Gebrauchte Verpackungen aus Karton sind daher kein "Müll", sondern ein begehrter und gehandelter Rohstoff zur Herstellung neuer Verpackungen.

Unter ökologischen und ökonomischen Aspekten bieten Faltschachteln zudem den Vorteil der optimalen Anpassung an das jeweilige Packgut und sein Transportmittel. Dadurch verringern sich der logistischen Aufwand und damit verkehrsbedingte Umweltbelastungen wie Energieverbrauch und Schadstoffemissionen.



Papierfaserkreislauf